Gruppenausstellung – »invited by // part two«


»invited by // part two«
Gruppenausstellung

Mit der kommenden Ausstellung »invited by // part two« eröffnen wir am 23.11.19 den zweiten Teil der Jubiläumsausstellung zum 20-jährigen Bestehen der Galerie Robert Drees am Weidendamm 15 in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

In dem zweiten Teil des Ausstellungsprojektes sind erneut überraschende Konstellationen zusammengekommen, mit zum Teil engem verwandtschaftlichem Bezug wie bei Julia Mangold, die ihren Vater, den Dokumentarfotografen Guido Mangold, zur Ausstellung eingeladen hat. Die Fotografien des Otto-Steinert-Schülers und der immerwährende Diskurs über Kunst im Haus der Familie Mangold in München beeinflussten nachhaltig die durch ihre reduzierten Pigment- und Stahlarbeiten bekannte Künstlerin, die mittlerweile in den USA lebt.

Eine vertraute familiäre Ebene verbindet auch die in Berlin lebende Künstlerin Sabine Dehnel mit ihrem Gastkünstler. Sie wird zusammen mit ihrem Mann, dem Designer Andreas Berlin, einen Raum in der Galerie mit Objekten und Wandarbeiten bespielen.

Daneben finden sich Paarungen, die ausgehend von künstlerischen Überlegungen die Faszination füreinander und für das künstlerische Werk hegen, wie bei der in Wiesbaden lebenden Fotografin Nicole Ahland und dem aus Köln stammenden Maler Markus Fräger. Der Umgang mit Licht und Schatten zeichnet die Werke der beiden Künstler aus, die in unterschiedlichen Medien arbeiten.

Auch bei Michael Laube und Franziska Reinbothe handelt es sich um eine künstlerische Konstellation, bei der beide Künstler ähnliche Überlegungen und Aspekte über Malerei und den Umgang mit Malerei ihren Kunstwerken zugrunde legen. Der in Berlin lebende Künstler nutzt dabei ein Malereiuntypisches Material für seine Werke – nämlich Acrylglas – und die in Leipzig lebende Künstlerin deformiert ihre abstrakten Leinwandarbeiten zu dreidimensionalen Objekten.

Die Künstler Gustavo Díaz Sosa und Gregor Gaida verbinden ebenfalls inhaltliche Aspekte in ihren Arbeiten. Sowohl der kubanische Zeichner und Maler als auch der in Bremen ansässige Bilderhauer vereinen in ihren Arbeiten Abstraktion und Figuration, Weltuntergang und Schöpfungsgeschichte, Defragmentierung und Zerstörung. Aber auch freundschaftliche Künstlernachbarschaften sind in dieser Ausstellung wieder zu sehen.
So werden die Hannoveraner Thomas Dillmann und Raimund Zakowski, die beide Bezug auf den Fotografen Heinrich Riebesehl in ihren Werken nehmen, in Gegenüberstellung in der Jubiläumsausstellung gezeigt.

Das Künstlerkollektiv Patrick Morrissey & Hanz Hancock aus London wurde von ihrem britischen Künstlerkollegen und langjährigem Freund Eric Butcher eingeladen. In der Zusammenstellung präsentieren die drei Künstler Werke der abstrakten und konkreten Malerei.

Auch die beide in Berlin beheimateten Künstler Christian Pilz und Tine Benz verbindet eine 10-jährige Freundschaft miteinander. Der Meisterschüler von Leiko Ikemura präsentiert filigran gezeichnete Papierarbeiten neben farbkräftigen Leinwandarbeiten der Meisterschülerin von Georg Baselitz.

Die Künstlerkollegen Wolfram Ullrich aus Deutschland und Mikael Fagerlund aus Schweden kennen sich ebenfalls seit über 10 Jahren von diversen Ausstellungsbeteiligungen. Eine der ersten Begegnungen der beiden Künstler fand in der Fondation Vasarely in Frankreich statt, in der sie abstrakte und illusionistisch anmutende Arbeiten zeigten.

Im Duktus von Pop und Popkultur werden sich die Mülltütentableaus des Münchener Künstlers Torsten Mühlbach in der Ausstellung präsentieren, der von den ebenfalls in München lebenden Künstlern Julia Venske und Gregor Spänle eingeladen wurde. Das Künstlerduo zeigt in »invited by // part two« eines ihrer amorph anmutenden Werke aus einem für die beiden Bildhauer ungewöhnlich dunklen Material – schwarzem Granit.

Freuen Sie sich auf eine vielfältige Gruppenausstellung, die faszinierende und spannende Begegnungen eröffnet und die Künstler der Galerie in neue Kontexte einbindet.

Gastkünstler*in // Galeriekünstler*in
Nicole Ahland // Markus Fräger
Andreas Berlin // Sabine Dehnel
Gregor Gaida // Gustavo Díaz Sosa
Guido Mangold // Julia Mangold
Patrick Morrissey & Hanz Hancock // Eric Butcher
Torsten Mühlbach // Venske & Spänle
Christian Pilz // Tine Benz
Franziska Reinbothe // Michael Laube
Wolfram Ullrich // Mikael Fagerlund
Raimund Zakowski // Thomas Dillmann

Eröffnung:
Samstag, den 23.11.19 von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Eröffnungsrede:
In die Ausstellung werden Robert Drees und Christin Müller um 12.30 Uhr einführen

Dauer der Ausstellung:
23.11.19 – 18.01.20

Öffnungszeiten:
Mittwoch – Freitag 10.00 – 18.30 Uhr
Samstag 11.00 – 14.00 Uhr
Oder nach Vereinbarung

SAVE THE DATE:
Am 03.12.19 um 19.00 Uhr findet in der Galerie die Veranstaltung
»Bauhaus 100: Wie politisch war das BAUHAUS?« statt.
Friederike Otto (Kunstwissenschaftlerin) im Gespräch mit Prof. Ulrich Krempel (ehemaliger Direktor des Sprengel Museum Hannover)

Die Stiftung Bauhaus hat im November 2018 der linken Punk-Band „Feine Sahne Fischfilet“ mit der Begründung ihrer politischen Ausrichtung einen Auftritt untersagt und so eine Debatte über die politische Dimension des Bauhauses ausgelöst.
»Wie politisch war das BAUHAUS?« Eine interessante Frage.
Das Bauhaus war weit mehr als eine Gestaltungsschule. Es stand durch sein Personal und Lehrverständnis auch für eine gesellschaftliche Neugestaltung.

Im Gespräch werden Ulrich Krempel und Friederike Otto der spannenden Frage nach einer politischen Verortung der großen Themen des Bauhauses nachgehen und anschließend mit dem Publikum diskutieren.

Veranstaltungsort: Galerie Robert Drees, Weidendamm 15, 30167 Hannover
Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Forum für Politik und Kultur e.V. statt.

www.forum-fuer-politik-und-kultur.de

Gruppenausstellung – »invited by // part one«


»invited by // part one«
Gruppenausstellung

20 Jahre – Galerie Robert Drees am Weidendamm 15
25 Jahre – Robert Drees Galerist in Hannover
Mehr als EIN Grund zum Feiern!

Mit der kommenden Ausstellung »invited by // part one«, die am Zinnober Wochenende 31.08.2019 und 01.09.2019 in den Galerieräumen eröffnet wird, feiern wir das 20-jährige Bestehen der Galerie Robert Drees am Weidendamm 15 in der niedersächsischen Landeshauptstadt.
Zu unserer Jubiläumsausstellung haben unsere Galeriekünstler*innen jeweils eine*n Gastkünstler*in in die Galerie eingeladen, mit dem ihre Werke in einen spannenden nachbarschaftlichen Dialog treten.
Es sind überraschende Konstellationen entstanden, die sowohl von künstlerischen als auch von biographischen Verknüpfungspunkten zwischen den Künstlern zeugen.

So wird beispielsweise das Hannoveraner Künstlerduo Lotte Lindner & Till Steinbrenner in Gegenüberstellung mit dem Galeriekünstler Paul Schwer gezeigt, die sich kürzlich in Vorbereitung auf den Lichtparcours in Braunschweig kennengelernt haben.
Der für seine filigranen und spektakulären Sicherheitsnadel-Arbeiten bekannte japanische Künstler Shige Fujishiro wird in die Ausstellung von Pepa Salas Vilar eingeladen, der in ihren Bildern auch immer wieder als Protagonist auftritt.
Daneben wird mit Siegfried Neuenhausen ein Hannoveraner Urgestein der Kunstszene mit Bronzeskulpturen zu sehen sein. Eingeladen wird er von Sun-Rae Kim, die ihn während ihrer Studienzeit an der HBK Braunschweig kennenlernte.
Die Düsseldorfer Künstler Werner Haypeter und Simon Halfmeyer sind nicht nur geografische (Atelier) Nachbarn, sondern stehen sich auch künstlerisch nahe und erarbeiten oft ortsspezifische Installationsanordnungen, die das Sehen und den Raum neu erfahrbar machen lassen.
Die ebenfalls im Rheinland beheimateten Künstler Jürgen Paas und Jürgen Jansen verbinden inhaltliche Aspekte in ihren Arbeiten. Das Konstrukt aus Schichtung und Staffelung, Zufall und Ordnung zeichnet die variantenreichen Werke der beiden Künstler aus.
Der aus München stammende Künstler Wolfgang Stehle ist der Einladung von Lucia Dellefant gefolgt. Er hinterfragt kritisch wie humorvoll das Medium Skulptur in seinen Arbeiten und setzt sich somit auch differenziert mit der Wandskulptur von Lucia Dellefant auseinander.
Der von Szilard Huszank eingeladene Künstler Christian Ruckdeschel hat sich schon im Garten des deutsch-ungarischen Landschaftsmalers mit einer großformatigen Skulptur verwirklicht. Beide Künstler zeichnen sich durch ihre Grenzgänge in ihren Arbeiten aus – Huszanks Leinwände oszillieren zwischen Figuration und Abstraktion, Ruckdeschels Steinobjekte zwischen schwankenden und standhaften Zuständen. Der spanische Bildhauer Samuel Salcedo, der uns immer wieder mit seinen menschlichen Antlitzen fasziniert, hat seinen Freund und Künstlerkollegen Ramon Surinyac aus Barcelona eingeladen, der uns mit spektakulären Landschaftsmalereien überraschen wird.
Auch Marko Vuokola und Pertti Kekarainen verbindet eine freundschaftliche Ebene. Die beiden Finnen teilen die Liebe zur Fotografie und die Auseinandersetzungen mit Raum- und Lichtebenen wie sie eindrucksvoll in unseren Räumen zeigen.
Mit zwischenmenschlichen Beziehungen und der familiär-menschlichen Verortung setzen sich Hanna Nitsch und Veronika Veit auseinander. Für die beiden Künstlerinnen ist es nicht das erste Aufeinandertreffen. Schon vor zehn Jahren in der Ausstellung »in between – Die Kunst, erwachsen zu werden« fanden die Künstlerinnen und ihre Arbeiten zusammen und erleben nun ein Comeback in der Ausstellung »invited by«.

Gastkünstler*in // Galeriekünstler*in
Shige Fujishiro // Pepa Salas Vilar
Werner Haypeter // Simon Halfmeyer
Lotte Lindner & Till Steinbrenner // Paul Schwer
Siegfried Neuenhausen // Sun-Rae Kim
Jürgen Paas // Jürgen Jansen
Christian Ruckdeschel // Szilard Huszank
Wolfgang Stehle // Lucia Dellefant
Ramon Surinyac // Samuel Salcedo
Veronika Veit // Hanna Nitsch
Marko Vuokola // Pertti Kekarainen

Eröffnung:
Zinnober
Samstag, den 31.08.2019 und Sonntag, den 01.09.2019 von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr.

Eröffnungsrede:
In die Ausstellung wird Robert Drees am 31.08.2019 und 01.09.2019 jeweils um 12.30 Uhr einführen.
Im Anschluß um 13.00 Uhr findet eine Performance des Künstlerduos Lotte Lindner & Till Steinbrenner statt.

SAVE THE DATES:
Im Rahmen des »Musik 21 Festivals Niedersachsen« finden in den Galerieräumen folgende Veranstaltungen statt:
Am 06.09.2019 um 17.00 Uhr wird die Klanginstallation der griechischen Künstlerin M. Papalexandri-Alexandri eröffnet.
Am 07.09.2019 um 20.00 Uhr wird das Konzert »Der Lautsprecher« zur Aufführung kommen.

Dauer der Ausstellung:
31.08.2019 – 09.11.2019

Öffnungszeiten:
Mittwoch – Freitag 10.00 – 18.30 Uhr
Samstag 11.00 – 14.00 Uhr
Oder nach Vereinbarung

Venske & Spänle – »Pool Party«


Venske & Spänle
– »Pool Party«

Es wird wahrscheinlich die Party des Jahres! Zumindest wird es die Party mit den ungewöhnlichsten Gästen: Zur „Pool Party“ von Venske & Spänle gesellen sich nämlich „Smörfs“, „Gumpfoten“, „Myzoten“ und allerlei organisch anmutende Gebilde des Münchener Künstlerduos. Die amorphen Skulpturen aus Laaser Marmor, einer der härtesten und weißesten Marmortypen der Welt, bestechen durch ihre geradezu menschlichen Züge. Venske & Spänle – Meister der Steinbildhauerei – erwecken jedes Kunstwerk durch arbeitsintensives Schnitzen, Schleifen und Polieren zum Leben. Der kalte Marmorstein wird von ihnen in etwas erstaunlich Vitales, Fließendes und Wachsendes verwandelt. Die perfekt geformten und polierten abstrakten Formen erobern durch ihre scheinbar innewohnende Bewegung ihre Umwelt und gehen somit einen interessanten Dialog mit dem Raum und letztendlich mit dem Betrachter ein.
Die Werke von Venske & Spänle sind über den ganzen Globus verteilt und behaupten ihre Präsenz in urbanen und repräsentativen Räumen wie Museen genauso wie in abgelegenen Landschaften oder Orten wie in der Sahara-Wüste oder auf einem Boot im Kongo. Die Ausstellung nimmt Sie mit auf eine Reise durch den Kosmos von Venske & Spänle und den zahlreichen Begegnungen zwischen ihren Skulpturen und den Menschen weltweit. Seien Sie eingeladen, die neuen „Smörfs“, „Gumpfoten“ und „Helotrophen“ von Julia Venske und Gregor Spänle bei uns zu entdecken und kennenzulernen.

OUT-LOOK:
Maribel Mas – Zeichnungen

Parallel zur Hauptausstellung »Pool Party« mit Skulpturen von Venske & Spänle präsentieren wir in unserem OUT-LOOK-Raum feine Zeichnungen und Grafiken der venezuelanischen Künstlerin Maribel Mas (*1967, Caracas). Unter Verwendung von Papierschablonen zieht die Künstlerin schraffe Linien, die dann wie die Saiten eines Musikinstruments in Schwingung versetzt werden. Tatsächlich haben die Wiederholungsmuster serieller Musik einen bemerkenswerten Einfluss auf Arbeit von Mas, besonders minimalistische Kompositionen von Steve Reich und das Streben nach einer „phase music“, in der identische Klangphasen mit minimalen Umstellungen aufeinandergelegt werden. Mit einem ähnlichen Ansatz spielt die Künstlerin mit der Möglichkeit der „phase drawing“. Dafür verwendet sie einfachste Materialien: handgeschöpftes japanischen Papier und Tusche. Ihre so entstehenden Zeichnungen und Grafiken laden zum Nachdenken ein: über die Vielfältigkeit und Unbeständigkeit der Dinge – oder aber sie eröffnen einen Möglichkeitsraum, in dem der Blick mit den Linien frei spielen kann.

Eröffnung:
Mittwoch, den 22.05.19, 19.00 Uhr

Eröffnungsrede:
Dr. Martin Hellmold, Kunsthistoriker

Dauer der Ausstellung:
23.05. – 17.08.19

Öffnungszeiten:
Mittwoch – Freitag 10.00 – 18.30 Uhr
Samstag 11.00 – 14.00 Uhr
Oder nach Vereinbarung