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Thomas Dillmann »Roma-Napoli«

Die Virtuosität der in Acryl auf Nessel ausgeführten Gemälde von Thomas Dillmann erreicht Dimensionen, die den Betrachter in Staunen versetzen. Häuser, Straßen, städtische Panoramen und Landschaften breiten sich auf den Leinwänden aus. Die Beiläufigkeit der Motivik – der alltägliche Straßenzug oder der Ausblick über ein Tal – ist kalkulierter Faktor seiner Malerei. Auch sind die Werke menschenleer, karg und von allen nebensächlichen Attributen befreit. Gerade darin liegt ihre Intensität begründet: Gewohnt, auf einem Bild das Spektakuläre zu entdecken, findet sich für den Betrachter hier nichts Anekdotisches, das die Gedanken vom Dargestellten abschweifen ließe. In der charakteristischen Ruhe und Konzentration auf das Bild, die dadurch erreicht wird, spiegelt sich auch der über Monate andauernde Prozess der Bildwerdung. Die Werke entstehen nach Fotografien des Künstlers, der die Motive so verändert, dass aus dem flüchtigen fotografischen Abbild ein Bild, also eine Erfindung der Wirklichkeit wird, die uns einen reflektierenden Blick auf unsere Welt ermöglicht. Freuen Sie sich in unserer Ausstellung auf die Begegnung mit faszinierenden Bildern des Künstlers, die erstmals zu sehen sein werden.

Eröffnung:
Donnerstag, den 02.02.17, 19.00 Uhr

Eröffnungsrede:
Caroline Käding, Kunsthistorikerin, HBK Braunschweig

Dauer der Ausstellung:
03.02. – 18.03.17

OUTLOOK:
Jacinto Moros (Spanien) – Zeichnungen, Skulpturen

Der spanische Künstler Jacinto Moros ist weltweit bekannt für seine dreidimensionalen Prägegrafiken und Skulpturen. 1959 nahe Saragossa geboren, lebte und arbeitete er lange in New York, ehe er nach Spanien zurückkehrte. Moros‘ grafische und skulpturale Werke beruhen auf einer scheinbar simplen Basis der Linie. Aus gewellten und verschachtelten Linienstrukturen entwickelt der Künstler in virtuoser Meisterschaft eine vibrierende Bildsprache, die Dynamik und Bewegtheit mit Reduktion und Einfachheit verbindet. Die Skulpturen und Zeichnungen von Jacinto Moros sind puristisch und zeitlos und versprühen eine einzigartige Leichtigkeit. Mit jedem Werk entsteht eine neue Choreografie aus figurativer Klarheit und ästhetischer Verzauberung, die den Betrachter auf besondere Weise berührt. In Spanien ist Jacinto Moros berühmt für seine minimalistische Ästhetik, in Deutschland ist er noch ein Geheimtipp. Renommierte Museen wie das Guggenheim in Bilbao haben seine Arbeiten bereits präsentiert.

Öffnungszeiten:
Mittwoch – Freitag 10.00 – 18.30 Uhr
Samstag 11.00 – 14.00 Uhr

Oder nach Vereinbarung.